Zum Nadelöhr Klosterstraße Altlandsberg

GABRIELE RATAJ 28.08.2016 07:42 UHR 
RED. STRAUSBERG, STRAUSBERG-RED@MOZ.DE

Es bleibt alles beim Alten

Altlandsberg (MOZ) Sie ist bisweilen ein Nadelöhr: die Klosterstraße vor der Stadtschule. Wenn rund 700 Schüler hier zu Fuß, per Rad oder mit Eltern per Auto zum Unterricht kommen, wird es eng. Eine Variante zur Entschärfung der Situation haben die Stadtverordneten jedoch wieder verworfen.

  

Übliches Chaos: Auf der Klosterstraße zwischen den drei Gebäuden der Stadtschule Altlandsberg ballen sich in der Schulzeit vor Unterrichtsbeginn Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger

© DIRK SCHAAL

Die von Stadtentwicklungs- und dem Finanzausschuss befürwortete und im Ortsbeirat deutlich bestätigte Lösungsvariante lag am Donnerstag vor. Ronald Marks (A & O) hatte darauf gedrungen, die von der Bauverwaltung erarbeitete Beschlussvorlage noch der Tagesordnung zuzufügen.

Demnach soll die sogenannte kleine Poststraße (50 m) bis zur Einmündung in die Klosterstraße Einbahnstraße werden. Rechterhand (Giebelseite der Schule) sollen Längsparkplätze das Halten oder Parken maximal zehn Minuten erlauben und beim Weiterfahren nur noch links in die Klosterstraße Richtung Ampelkreuzung abgebogen werden dürfen.

Berücksichtigt worden war auch der Vorschlag der Elternkonferenz, den vorhandenen aufgepflasterten Übergang zwischen den Schulgebäuden durch Blumenkübel weiter einzuengen.

Denn das Dilemma ist während der Schulzeit schon lange zu beobachten. Vor allem morgens zwischen 7 und 8 Uhr, aber auch mittags von etwa 12 bis 13 Uhr wird die sonst relativ wenig befahrene Klosterstraße im Schulbereich zum Engpass mit Sicherheitsrisiko. Rund 700 Schüler plus Lehrer strömen aus allen Himmelsrichtungen zu den beidseits der Straße liegenden Schulgebäuden. Sie kommen zu Fuß, mit dem Fahrrad, vom Bus oder werden von Eltern zur Schule gefahren.

So wie die Schülerzahl mit dem Zuzug explodierte, ist auch die Zahl der in den Spitzenzeiten einfahrenden, anhaltenden, einparkenden, umdrehenden Fahrzeuge gestiegen. Da die Klosterstraße zwar für Gegenverkehr eingerichtet ist, sie am hinteren Ende aber keine Ausfahrt besitzt, ist Chaos programmiert. Nicht selten wird zudem die Tempo-30-Zone ignoriert. So wurden seit langem schon Maßnahmen gefordert, gab es Ortstermine, unterschiedlichste Vorschläge.

Mit dem am Donnerstag Vorliegenden konnten sich dennoch nicht alle anfreunden, obgleich er mit Schule, Verwaltung, Straßenverkehrsamt, Polizei abgestimmt war. Mit betroffenen Anwohnern indes nicht, was vor allem Martin Jaeschke (CDU) und Bürgermeister Arno Jaeschke bemängelten.