Windpark zwischen Buchholz, Wegendorf und Wesendahl - Ablauf der Anhörungsfrist (16.01.15)

Durch die zentrale Arbeitsgruppe Alternative Energie unserer Stadt wurden Hinweise/Einwendungen für die Vorentwürfe zu Sachlichem Teil-FNP Wind und BP Windpark erarbeitet.

Hier einige Argumente aus diesem Entwurf:

  • Aus dem Kepper-Lärmgutachten (In Abb. Auf Seite 28 A2.3 ) ist ersichtlich, dass in Wegendorf, Buchholzer Siedlung 2, bereits der Bestand von 11 WKA eine Immission von 37-38 dBA erzeugt.
    Weitere Sachverhalte sind:
    Aus zwei Schreiben des LUA Frankfurt/Oder von 2006/2007 geht hervor, dass Messprotokolle dort zunächst nicht vorlagen und es auch nach der angeforderten Vorlage nicht möglich war „nachzuvollziehen, ob die Anlagen in der Nacht wirklich im schallreduzierten Modus betrieben wurden“.
    Am Immissionsort in Wegendorf, Buchholzer Siedlung 2, ist lt. B-Plan ein reines Wohngebiet, also Grenzwert nachts 35 dBA. Dieser Immissionsort war bereits 2004 der Grund für die Auflage, die WKA in der Nacht im schallreduzierten Modus zu betreiben.
    Eigene Berechnungen bestätigen, dass mit den geplanten 2 zusätzlichen V112 und unter Einbeziehung der BEIDEN bestehenden V52 der TA-Lärm Grenzwert für reine Wohngebiete nachts um mehr als 2 dBA deutlich überschritten werden wird.
    Warum wurde damals (2004) bei der Prognoserechnung nur mit EINER V52 gerechnet?
  • Durch geeignete Auflagen ist sicherzustellen, dass  bei den Antragsverfahren alle gewerblichen Vorbelastungen berücksichtigt werden
    Hierfür sind Messungen  vorab erforderlich und ALLE WKA sind in die Immissionsbewertung einzubeziehen.
  • Höhenbeschränkungen, max. bis zu jetziger Höhe.
    Neue Anträge für die 6 zusätzlichen V112, die höher wären als der Bestand, sind auszuschließen.
  • Gründung/Fundamente der WKA müssen dem Stand der Technik entsprechend so geplant und nachweislich auch so gebaut werden, dass tieffrequenter Schall und Infraschall ausgeschlossen werden.
  • Für Wohngebiete, Erholungsnutzungen mit längerem Aufenthalt ist als Kriterium  700 m Entfernung für die Bebauung festgelegt
    Vielfach sind in diese aufgeführten Nutzungsgebiete auch Gebäude mit Dauerwohnnutzung angeschlossen bzw. integriert.
    Es sollte deshalb dieser Schutzabstand auf mindestens 1.000 m erweitert werden.

Die genannten Argumente sollen den Bürgern dienen, Ihren Einspruch bis spätestens 16.1.2015 an die Stadtverwaltung zu senden.

WB